[Werbung] Escape Rooms zählen zu meinen liebsten Freizeitebschäftigungen. Wir haben schon einige Räume in verschiedenen Städten ausprobiert und so kann ich eine gute Übersicht geben - ohne Spoiler natürlich! (Wie immer handelt es sich hier um unsere subjektive Meinung).
Städte: Aschaffenburg, Bensheim, Bochum, Bottrop, Düsseldorf, Freiburg (im Breisgau), Frankfurt am Main, Gelnhausen, Gründau, Hamburg, Karlsruhe, Kapstadt, Kiew, Los Angeles, Mallorca, Mainz, Nidda, Orlando, Reykjavik, Rovaniemi, Rüsselsheim am Main, Sauerland, Tromso, Wiesbaden, Würzburg
Darum geht es: Ihr werdet in einem Raum "eingesperrt" und habt 60 Minuten (manchmal auch etwas kürzer oder länger) Zeit Rätsel zu lösen, Schlössen zu knacken und Hinweise zu finden um wieder aus dem Raum heraus zu kommen und/oder die Geschichte zu erleben. Bei Bedarf geben die Spielleiter auch kleine Hinweise, denn diese verfolgen einen via Kamera und Mikrofon.
Natürlich seid ihr nicht wirklich eingesperrt, sodass ihr bei Panik oder Toilettengang trotzdem nach draußen könnt.
Bei manchen Anbietern kann man auch ein Versus-Game machen. 2 Teams treten in 2 identischen Räumen gegeneinander an.
Preis: Der Preis richtet sich nach Anbieter und Personananzahl.
Riddle Rooms (Aschaffenburg): Auch bei Riddle Rooms gibt es einen Harry Potter Raum: Der verbotene Wald. Ziel ist es den Mondstein zu finden und zu zerstören. Wir haben natürlich in unseren Harry Potter Kostümen gespielt! Der Raum gehört zur älteren Generation und kommt ohne Technik aus. Er erinnert mich vom Aufbau stark an die Räume von Adventure Castle. Die Rätsel sind gut gemacht und passen auch zum Thema HP. Uns hat allerdings der „WOW“ Effekt bzw. generelle Effekte gefehlt.
Stage Escape Rock n Roll (Aschaffenburg): Du willst dich wie ein Superstar fühlen? Bei Stage Escape kein Problem. Hier bist du der Star und erhältst zu Beginn direkt deinen Backstage Pass. Bei der Buchung kann man eine Band angeben und diese spielt den Escape Room die ganze Zeit im Hintergrund. Auf der Homepage ist angegeben, dass man kein Musiker sein muss um den Raum zu lösen. Das ist nicht ganz richtig, denn musikalisches Gehör wird hier vorausgesetzt. Die Hintergrundmusik hat das noch schwieriger gemacht und so haben wir eine 1:1 Betreuung für dieses Rätsel gebraucht. Auch bei einigen anderen Rätseln konnten wir die Logik nicht ganz nachvollziehen. Kleine Details sollen das Erlebnis besonders machen. Dennoch ist es ein Raum der 1. Generation, es wird noch mit einem Walkie Talkie kommuniziert und der Spielleiter kommt zur Hilfe in den Raum.
Zuerst haben wir den Raum Villa des Schreckens gespielt. Wie im Funpark in Karlsruhe löst man immer nur ein Rätsel nach dem anderen und kann Hilfeknöpfe nutzen um automatisierte Hilfestellungen zu erhalten. Der Raum ist toll gestaltet und wir sind mega gut durchgekommen. Die Rätsel bzw. die Lösungen haben alle Sinn ergeben. Die Technik hat bei einem Rätsel etwas gezickt, aber dafür haben wir eine Zeitgutschrift erhalten. Den Raum empfehlen wir auf jeden Fall weiter!
Und hat es so gut gefallen, dass wir gleich einen zweiten Raum Der Riddler gespielt haben. Dieser war anders aufgebaut, ohne Hilfeset und man wird für die erste Zeit getrennt, dass jeder für sich rätseln muss. Das hat uns nicht ganz so gut gefallen wie der erste Raum. Dennoch konnten wir-wenn auch mit Hilfe- den Raum erfolgreich abschließen.
Boda Borg (Bochum): Boda Borg ist kein regulärer Escape Room, zählt für mich aber in dieselbe Kategorie. Hier gibt es Räume (auch Quests genannt) bei denen man Aufgaben lösen muss. Was in den Räumen zu tun ist? Das ist je nach Raum unterschiedlich und du bekommst es nicht mitgeteilt, sondern musst es selbst herausfinden! Plus: Du musst wirklich das System hinter dem Rätsel verstehen, denn die Reihenfolge ändert sich mit jedem neuen Spiel. Macht man etwas falsch ertönt ein Ton und man muss den Raum verlassen und von vorne anfangen.
Die Quests bestehen aus mehreren Räumen und man muss immer wieder von vorne anfangen. Heißt: Du hast Probleme Raum 3 zu lösen und benötigst mehrere Anläufe? Dann musst du immer wieder Raum 1 und Raum 2 lösen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch extrem nervig. Es fehlt an einem „Speicherpunkt“. Das war für uns sehr frustrierend, zudem gab es Technikprobleme und lange Wartezeiten.
Eloria Erlebnisfabrik (Bottrop): Auch Eloria ist kein klassischer Escape Room, sondern quasi eine Escape-Room-Stadt. Durch die tolle Umsetzung taucht man wirklich in eine andere Welt ein. Die Mitarbeiter sind total in ihrer Rolle und kleine Nebenaufgaben machen das Spiel noch interessanter. Man kann entweder frei in der Stadt rätseln (Zeittickets) oder eine Mission buchen. Wir haben beides ausprobiert und alle Rätsel waren logisch oder durch ausprobieren zu lösen. Einfach ein tolles Erlebnis!
Exit Doors (Düsseldorf): Ein Escape
Raum mit künstlicher Intelligenz? Das muss ich sehen! Wir haben den Raum
Mr. Tesla gespielt und waren begeistert. Die Rätsel und die verbaute
Technik sind toll und funktionieren einwandfrei. Die künstliche
Intelligenz entscheidet wann wir einen Tipp benötigen und gibt diesen
von selbst um den „Zeitplan“ einzuhalten. Die ersten Tipps sind auch
subtiler und nehmen einem nicht das Rätseln. Es ist also nur ein kleiner
Schupps. Erst danach wird mit Licht explizit auf die Lösung
hingewiesen.
Uns hat der Raum richtig Spaß gemacht und durch die
KI haben wir auch entspannter gerätselt. Danach haben wir noch mit dein
Inhaber reden können, der offensichtlich in Humor gebadet hat. Zudem
ist sehr super smart, denn er baut die Escape Räume einfach selbst! Auf
der Homepage steht, dass das Entwicklungsbudget bei 185.000€ - 204.000 €
pro Raum liegt. Einfach wow!
Mission60Minutes (Düsseldorf): Bei Mission60Minutes haben wir den Raum Die Zelle gespielt. Hier wird am Anfang in zwei Zellen geteilt und spielt erst nach ca. 10 Minuten zusammen in einem Raum. Der Spielleiter ist in das Spiel als „Schauspieler“ integriert. Die Rätsel sind gut, aber der Raum ist von der 1. Generation. Gerade im Vergleich zu Exit Doors KI -eine Parallelstraße entfernt- ist der Unterschied stark zu sehen. Wir hatten dennoch eine gute Zeit und haben es nach knapp 47 Minuten geschafft zu entkommen.
Wir haben schon einige Escape Rooms gespielt, aber es gibt einen neuen Platz 2 in der Rangliste: Saw! Hier ist viel Technik verbaut, die auch einwandfrei funktioniert! Es gibt wenigere Rätsel, einige davon sind aber wirklich fies. Das Thema Saw ist super umgesetzt, ohne dabei Vorkenntnisse vorauszusetzen. Wer die Filme aber kennt, wird einiges wiedererkennen, am allermeisten natürlich Billy! Zusammen mit ein paar kleinen Schreckmomenten ist dieser Raum einfach perfekt! Am Ende hatten wir noch etwa 5,40 Minuten übrig.

Escape-Events (Frankfurt): Ebenso wie Live-Escape habe ich schon alle Räume durchgespielt. Auch hier sind die Räume übersichtlich und die Rätsel haben den optimalen Schwierigkeitsgrad. Bisher war the Bomb mein Favorit.
Nach dem Umzug des Anbieters waren wir im Raum Catan und wurden erstmals stark enttäuscht.
Escape Adventures (Frankfurt): Zuerst haben wir den Raum Alien gespielt und können ihn absolut nicht empfehlen. Der Raum ist zwar professionell, aber die Rätsel einfach zu schwer. Trotz Escape-Erfahrung haben wir extrem viel Hilfe benötigt und konnten am Ende trotzdem nicht entkommen. Die Lösungen waren teilweise nicht plausibel.
Nach einiger Zeit sind wir zurück gekommen und haben Pharaoh's Curse gespielt.
Der Raum ist ebenfalls super gestaltet und die Rätsel sind gut bzw. die
Lösungen nachvollziehbar. Wir mochten den minimalistischen Stil
(vergleichbar mit dem Saw Raum in Freiburg). Neben der eigentliche
Geschichte gibt es noch kleine Bonusaufgaben, die nochmals Spaß
bereiten. Ein Tipp kam für uns zu früh, denn wir waren gerade dabei das
Rätsel zu lösen. Am Ende hatten wir noch 15 Minuten übrig.
Am Ende erhält man eine schöne Erinnerungstüte mit einer Teamurkunde. Getränke gibt es vor Ort kostenlos!
RoomEscape (Frankfurt): Telefonisch haben wir den Raum Das Hostel reserviert. Vor Ort war die Reservierung nicht vorhanden. Zum Glück war der Raum trotzdem noch frei. Optisch hat uns der Raum gut gefallen und die Rätsel hatten den richtigen Schwierigkeitsgrad. Leider war ein Schloss bereits offen und wir wussten nicht, dass das nicht so sein sollte (beim Escape ist nämlich alles möglich!). Der Mitarbeiter hinter dem Bildschirm verfolgte uns offenbar nur sporadisch, sodass ihm der Fehler auch nicht aufgefallen ist. Das Resultat waren 3 übersprungene Rätsel, nur der halbe Spaßfaktor, aber der volle Preis!
Breakout (Frankfurt): Begonnen haben wir mit Trapped in Time, haben aber mittlerweile alle Räume durchgespielt.
Breakout-Games hat viel Technik verbaut und das hat doppelt Spaß gemacht! Für Hilfe muss man nicht in den Raum hinein fragen, sondern kann bequem den Hilfe-Knopf drücken. Nightmare Circus war unser Favorit bis der neue Raum behind closed doors eröffnet hat. Die Raumgestaltung und die Rätsel sind einfach genial. Der Raum war 2 Monate lang eröffnet und ungelöst - bis wir uns den Titel in der Hall of Fame sichern konnten!
Die Euphorie nach den ersten gelösten Rätsel war groß. Es schien wie am Schnür'chen zu laufen bis wir ins Stocken geraten sind. Mit dem schlecht funktionierenden Walki-Talki haben wir um Hilfe gefragt und haben nur Tipps zu bereits gelösten Rätsel erhalten. Unsere Fortschritte wurden offensichtlich nicht verfolgt und dann stellte sich heraus, dass die Technik nicht funktioniert hatte. Mehr als 5 Minuten haben wir hier verloren. Kenntnisse über die Farbenlehre und Morsen wird in dem Raum vorausgesetzt. Zum Ende hin kippte die Stimmung nochmal mächtig. Das "Verlierer-Team" durfte nicht zu Ende spielen, obwohl für die vollen 60 Minuten bezahlt wurde. Vor der Tür stellte sich dann heraus, dass die Räume gar nicht identisch sind. Das Thema des Battle-Games war also verfehlt und der gesamte Eindruck von Secret Escapes mehr als negativ.
Nach mehr als zwei Jahren haben wir dem Anbieter noch eine Chance gegeben, denn der neue Raum Relictum hat eröffnet. Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt! Der Raum ist super gestaltet und eher auf Entdecken auslegt. Das erste Rätsel hat uns nicht so gut gefallen, einfach weil die Schrift nicht optimal zu erkennen war, danach kamen wir aber aus der Begeisterung nicht mehr raus. Der Raum ist gut für Kinder oder für Menschen geeignet, die alles anfassen und untersuchen. Die Kommunikation über Walkie Talkie lief diesmal problemlos.
Great Escape (Frankfurt): Zusammen mit Break-Out und Nexus wahrscheinlich die bisher schönsten Räumen. Auch hier wurde viel Technik verbaut und heißt Aufpassen: Nicht immer ist es ersichtlich was nach einem erfolgreich gelösten Rätsel passiert ist. Ebenso sollte alles ausprobiert werden, auch wenn es noch so absurd erscheint. Angefangen haben wir mit der Geistervilla und da gibt es zu den Rätseln den Gruselfaktor gratis dazu! Hotel Noir ist genauso schön gestaltet und besser geeignet für Zartbesaitete.
Nexus Exit (Gelnhausen): Der Escape Room beginnt quasi schon vor der Tür. Sobald man diese Schwelle übertreten hat, begibt man sich in eine andere Welt. Die Mitarbeitenden sind zu 100% in ihrer Rolle und das dauerhaft.
Wir haben Hokus Pokus gespielt, welcher
natürlich sehr stark
an Harry Potter angelehnt ist. Ich möchte nicht zu viel veraten, denn
das ist
mit Abstand der beste Raum, den ich je (bei insgesamt ca. 40 Räumen)
gespielt
habe und das liegt nicht nur daran, dass ich absoluter HP Fan bin.
Vorkenntnisse
sind jedoch nicht erforderlich. Die Rätsel im Raum haben alle mit dem
Thema zu
tun und sind nicht all zu schwer. Übliche Zahlenschlosser haben hier
Zutrittsverbot! Offenbar wird man hier auch über die Kameras wirklich
Dauerbeobachtet, weil wir Anweisungen in Sekundenschnelle erhalten
haben. 57
Minuten vergingen wie im Flug. Schon während des Spiels wurde ich
wehmütig
diese Welt wieder verlassen zu müssen, ohne mir jedes Detail genau
anschauen zu
könne. Und von Details gibt es mehr als genug! Mit Obliviate würde ich
diese Erinnerung gerne aus meinem Gedächtnis löschen um diesen Raum
immer und immer wieder spielen zu können.
Wir haben den Escape Room When Dead comes knocking gespielt. Achtung: Der Raum hat einige Schreckmomente, daher gibt es auch Panic-Buttons. Ich habe mich einige Male erschreckt, aber es war für mich absolut nicht schlimm. Wenn ein Spieler den Raum verlässt, können die anderen weiterspielen. Der Gamemaster war sehr in seiner Rolle und hat die Story bzw. das Briefing lustig und authentisch erklärt. Die Räume sind gut und übersichtlich gestaltet. Die Rätsel sind einfach bzw. wäre es gewesen. Warum wären? Leider war der Game Master ZU motiviert. Wir haben fast dauerhaft Hinweise erhalten und konnten kaum selbst ausprobieren. Daher waren wir schon nach ca. 40 Minuten fertig. Bei diesem Escape Room hat man 55 Minuten Zeit. Es bestand also eigentlich kein Grund zur Eile.
Beim zweiten Raum Die Waldhütte hat die Spielleiterin uns eigenständig spielen lassen und wir konnten den Raum genießen, denn dieser ist wirklich toll eingerichtet! Auch die verschiedenen Rätsel fordern Geschicklichkeit, Musikverständnis, Geduld,... Ein wirklich toller und vielfältiger Raum.

Nun aber zum Escape Room. Wir haben das Jungle Game
gespielt. Markenrechtlich muss man das wahrscheinlich so nennen, aber es
ist Jumanji.
Die Räume sind toll gestaltet und sehr clean. Man löst nacheinander
immer nur
ein Rätsel. Das finde ich für Einsteiger gut geeignet, da es kein
Hinweis-Chaos
gibt. Ein Rätsel hat sich uns jeglicher ‚gesellschaftsfähiger‘ Logik
entzogen.
Wir haben lange gerätselt und dann einen Tipp angefordert. Das Mikrofon
hat
offensichtlich nicht gut funktioniert, sodass eine Spielleiterin in den
Raum
kommen musste. Sie war von meiner Aussage, dass die Lösung in der
Reihenfolge
keinen Sinn mache, nicht begeistert. In dem Raum ist auch viel Technik
verbaut,
welche manchmal auch ihre Tücken hatte. Dennoch hat uns der Raum gut
gefallen. Neue
Hinweise konnten direkt dem neuen Rätsel zugeordnet werden. Zu Zweit
haben wir den
Raum leider nicht in 60 Minuten geschafft. Wir durften aber dennoch ohne
Druck
weiterspielen und nach 72 Minuten war das Werk vollbracht! Neben den
Hinweisen von den Spielleitern kann man auch automatisierte Hinweise
erhalten. Beides bequem per Knopfdruck.
Kadroom (Kiew): Kadroom hat sich auf Escape Räume unter dem Motto Filme spezialisiert. Wir haben Now you see me und Star Wars gespielt. Die schriftliche Spieleanleitung gibt es auch auf Englisch und wurde uns mit Hilfe eines Translators ins Deutsche übersetzt. Die Räume sind einfach so toll und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Für uns gar nicht zu vergleichen mit unseren bisher gespielten Räumen. Hier hat die Technik die Oberhand! Das bringt aber auch den Nachteil, dass alles 100% sitzen muss. Die Kommunikation mittels Walkie-Talkie gestaltete sich etwas schwierig. Dennoch haben uns die Räume sehr beeindruckt und wir kommen gerne wieder. Star Wars war leichter als You can see me, allerdings wird hier musikalisches Gehört vorausgesetzt. Einen Raum haben wir innerhalb der Zeit nicht geschafft, durften ihn aber noch zu Ende spielen.
Der Preis ist - im Gegensatz zu Deutschland- natürlich auch überzeugend. Der erste Raum kostete 42,69 € und für den zweiten Raum haben wir einen Rabatt bekommen und 36,12 € gezahlt. Wohl gemerkt nicht pro Person, sondern gemeinsam!

60out Escape Rooms (Los Angeles / USA): Dieser Anbieter hat in Los Angeles und Umgebung mehrere Standorte und wir haben an 3 Standorten 3 Escape Rooms gespielt.
Alice im Wunderland ist detailreich umgesetzt, wirkt aber wie ein älterer Escape Room, obwohl einiges an Technik verbaut ist. Hier hatten wir auch die meisten sprachlichen Schwierigkeiten, weil auch gereimt werden musste. Von den drei Escape Room war das der schwächste, wenn auch trotzdem empfehlenswert.
Houdini sagt und wohl allen was und die Raffinesse dieses Raumes konnte man schon beim Betreten sehen. Anfangs löst man ein Rätsel jeweils getrennt und auch im weiteren Verlauf des Spiels muss man sein Können alleine zeigen. (Zumindest, wenn man den Raum -wie wir- nur zu Zweit spielt). Der Raum hat richtig Spaß gemacht und hat unsere Köpfe ordentlich zum Rauchen gebracht.
Unser Favorit ist und bleibt Wizard’s Treasure! Dieser Raum
legt wert auf das Erleben der Story. Nicht nur ein extrem detailreicher Raum,
sondern auch sehr viel Technik. Die Rätsel waren für uns recht einfach, aber wir
konnten richtig in die Geschichte eintauchen. Der Raum ist daher auch gut geeignet
für Kinder oder Gruppen, die vorher noch nie einen Escape Room gespielt haben. Schlösser
sucht man hier vergebens, die Lösung des Rätsels muss auf andere Weise gefunden
werden.
Fairerweise muss man sagen, dass die Anbieterin uns 20,00 € zurücküberweisen hat, nachdem klar wurde welches Chaos wir dort vorgefunden haben. Das hat sie von sich aus angeboten und war in meiner Escape-Room-Laufbahn das erste Mal, dass wir eine Entschädigung erhalten haben, wenn etwas nicht funktioniert hat.
EXIT EXPERIENCE (Mainz): Bereits beim Betreten des Escape Rooms habe ich die Walkie-Talkies gesehen und war skeptisch. Leider hat sich meine Meinung während des Aufenthalts nicht geändert. Anstatt die Geschichte des Raumes vorgetragen zu bekommen mussten wir diese selbst lesen. Das sollte einen wohl einstimmen, denn in dem Raum Wonka gab es Einiges zu lesen. So viel Lesestoff es gab, so wenig bekam man ansonsten geboten. Der Raum ist ein Raum der 1. Stunde: Nur Schlösser, wenige Rätsel, lediglich ein Raum und keine Technik. Generell wirkte es so, als hätte ich selbst den Raum innerhalb von 2 Tagen bauen können. Zwei Rätsel waren für uns absolut nicht plausibel. Obwohl nach uns der Raum nicht mehr gebucht war bzw. gar kein Raum gebucht war, wurde sich strikt an die Zeit gehalten und wir haben ungefragt Hinweise bekommen, damit wir auch pünktlich fertig sind.
Am Wochenende zahlt man bei 2-3 Personen pro Raum 100,00 €. Nun, wenn man also nur zu Zweit ist, dann zahlt man hier 50,00 €. Das Wort „ungerechtfertigt“ reicht dafür nicht aus. Mehr als 20,00 € würde ich für diesen Raum nicht ausgeben.
Escape Room ExitZone (Mainz): Dort haben wir bei ExitZone den Raum Blutiges Erwachen gespielt. Der Raum ist gut gestaltet und die Rätsel sind auch plausibel, auch wenn wir manchmal ganz schön auf dem Schlauch standen. Einige gefundene Gegenstände sind nur dafür da einen zu Verwirren. Für ein Rätsel ist ein Smartphone notwendig. Mit ein bisschen Hilfe haben wir den Raum dann lösen können und durften dort auch noch ein Foto machen.
Ein bisschen später haben wir den Raum Mord im Kloster gespielt und waren enttäuscht. Der Raum ist für 4 Personen zu klein und die meisten Rätsel sind Do-it-yourself bzw. Bastelarbeiten. Zu allem Überfluss gab es dann auch noch einen Spielfehler. Wir haben den Raum sehr frustriert verlassen.Im selben Gebäude hat man die Möglichkeit Lasertag und Schwarzlicht-Minigolf zu spielen. Hier kann man also gut einen ganzen Tag verbringen.
Planet Escape Rooms (Nidda): Zuerst fällt auf, dass man die Escape Rooms nicht wie sonst online buchen kann. Entweder muss man anrufen und/oder man schreibt eine E-Mail. Die Rückmeldung per Mail kam aber sehr schnell.
Wir haben den Raum das verlassene Kraftwerk gespielt. Dieser ist toll und minimalistisch gestaltet. Leider fehlen hier zwei essentielle Sachen um den perfekten Lösungsweg zu finden: Bodenmarkierungen und etwas zum Aufschreiben ggf. ein Whiteboard. Bei einer größeren Gruppe ist das Problem vielleicht nicht so groß, wie bei uns zu Zweit. So haben wir sehr viel Zeit verloren und konnten die -sonst guten Rätsel- kaum noch ohne Hinweise lösen. Die Kommunikation per Walkie-Talkie gestaltete sich auch schwierig.
Am Ende kann man noch mit einem „Escaped“-Schild ein Foto machen.
Auch wenn die Ausgangssituation nicht ganz optimal war, kommen
wir wieder und werden den zweiten Raum der Tempel der Azteken spielen. Dieser
Raum soll haptischer sein.
Reykjavík Escape (Island): In der Hauptstadt von Island kann man den Escape Room bequem per Getyyourguide buchen und hat so die volle Flexibilität für Stornierungen bis 24 Stunden vorher. Ebenso ist ein kurzfristiges Buchen ohne Anrufen möglich.
Wir haben den Raum Bank Heist gespielt. Die Geschichte und der Raum sind auch für englische Spieler ausgelegt. Technik sucht man hier vergebens, es ist ein Raum der 1. Generation. Wir haben uns als 2-er Team gut aufgeteilt und konnten die Geschichte innerhalb von 40 Minuten beenden. Trotz der geringen Spielzeit hatten wir viel Spaß beim Rätseln. Statistisch gesehen beenden nur 35% der Spieler diesen Raum. Ich denke das das daran liegt, dass Escape Rooms in Island nicht so populär sind und die Isländer daher noch nicht so viel Erfahrung haben wie wir.
Am Ende wurde noch ein Foto von uns gemacht. Die Preise sind
ähnlich zu unseren: Ca. 43,00 € pro Person.
Escape the Camper (Rüsselsheim am Main): Hier stimmt einfach alles: Die Besonderheit es 'Raumes', die Atmosphäre, die Individualität der Rätselschwierigkeiten, die Überlänge bei Escape the Camper und Pforte zur Hölle, das man zu Ende spielen darf,… Hier steckt viel Arbeit und Liebe drin und die Spieler sollen mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Wir können es kaum erwarten Escape the Ambulance zu spielen!

